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Story


Den Hintergrund für das Musical bildet ein ziemlich heruntergekommenes, trostloses Quartier in einer grösseren Stadt.
„true colors“ gewährt uns einen Einblick in den Alltag einer Gruppe Jugendlicher. Sie lassen uns daran teilhaben, wie sie mit ihren Hoffnungen, Träumen, aber auch ihren Frustrationen und Zukunftsängsten umgehen. Wir erleben, wie sie Höhen und Tiefen von Freundschaft und Liebe meistern.
Die 15-jährige Schülerin Cygna lebt nach dem Tod ihrer Mutter beim Vater, mit dem sie sich nicht sehr gut versteht. Ständig kämpft sie gegen ihre Schüchternheit und wird von den anderen kaum beachtet.
Die um ein Jahr jüngere Bianca hat zwar reiche Eltern, aber die haben kaum Zeit für sie. Sie beginnt zu kiffen. Sie verbringt viel Zeit mit Kays siebenjähriger Schwester, spielt und unterhält sich mit ihr, da auch sie oft alleine ist. Dies wiederum sieht der neunzehnjährige Maurerlehrling Kay, der nach dem Tod der Eltern für Vera sorgt, gar nicht gern und verbietet Bianca den Umgang mit ihr.
Lisa, die siebzehnjährige Tochter der Sozialarbeiterin Hanna May, besucht das Gymnasium. Sie gilt in den Augen der anderen als Streberin. Obwohl sie selbstbewusst ist, muss auch sie ihre Rolle auf dem Weg in die Selbständigkeit finden.
Die engagierte Hanna ist bei der Gassenarbeit und klebt Plakate auf, denn sie möchte etwas bewegen und die Jugendlichen für das Chorprojekt „true colors“ gewinnen. Damit aber können diese wenig anfangen, weil sie es zu langweilig finden, und sie haben für die Sozialarbeiterin nur Hohn und Spott übrig! Dann aber kommt es zu einer Schlägerei zwischen dem Gelegenheitsjobber und eigentlichen „Gang-Chef“  Denis und Kay, bei der Polizist Hugentobler gerade noch schlichtend eingreifen kann, bevor es böse endet. Er stellt die Jugendlichen vor die Wahl: entweder Mitarbeit beim Chorprojekt oder Arbeitseinsatz sowie weitere behördliche Massnahmen. Mit dieser Forderung setzt der Polizist vor allem Kay unter Druck, weil dieser befürchten muss, dass ihm Vera, für die er ja verantwortlich ist, weggenommen werden könnte. Und so entscheiden sich die Jugendlichen, beim Chorprojekt mitzumachen. Die Asylsuchende Dorinda Spe ist mit ihrer Tochter Saba neu in der Stadt und fragt nach einer Adresse. In ihrer Heimat war sie eine berühmte Musicalsängerin. Nach einem Regierungswechsel hat sie diese aber zusammen mit ihrer Tochter verlassen müssen.
Polizist Hugentobler verliebt sich nach anfänglicher Zurückhaltung in Dorinda.
Die siebzehnjährige Schülerin Resa, Denis und Kay waren einst beste Freunde, bis Kay Denis an einem Boxturnier besiegt und ihm auch noch die begehrte Lehrstelle wegschnappt. Als dann Resa und Denis ein Paar werden, wächst zwischen den beiden Jungs eine bittere Feindschaft. Die modisch gestylte Resa möchte gerne Krankenpflegerin werden, weil sie glaubt, damit ihre kranke Mutter besser unterstützen zu können. Mit der Mutter kann sie aber nicht über ihre Pläne, Ängste und Sorgen sprechen, und so sucht sie Trost und Zuwendung  bei ihrem Freund Denis. Dieser jedoch reagiert mit Machogehabe. In ihrer Enttäuschung trennt sie sich von ihm und sucht die Nähe von Kay. Dieser  tröstet sie und nimmt sich Zeit für sie. Plötzlich ist sich Resa ihrer Gefühle nicht mehr sicher und weiss nicht  mehr, für wen ihr Herz eigentlich schlägt. Denis möchte sich für sein Verhalten bei Resa entschuldigen. Schliesslich sind Denis und Kay wütend auf sie, weil sie glauben, sie nutze sie nur aus. Resa bleibt alleine zurück und wird von ihren Freundinnen getröstet.
Resa sieht ein, dass sie sich nicht korrekt verhalten hat und entschuldigt sich bei Kay, und auch Denis springt über seinen Schatten und gesteht Resa seine Gefühle.
Obwohl die Chorproben viel Nerven kosten, sind die Jugendlichen sehr motiviert. Am Abend vor dem Auftritt ist die Stimmung ausgelassen.
Die Aufführung wird ein voller Erfolg. Es scheint, wie wenn die Jugendlichen und ihre Eltern sich auf diese Weise erst richtig kennen gelernt hätten. Alle sind stolz und freuen sich riesig. Nur Saba und ihre Mutter sind traurig. Nach der Ablehnung ihres Asylgesuchs müssen sie ihre Koffer packen und weiterziehen. Vor allem Saba ist untröstlich, weil sie sich hier sehr wohl fühlt. Als sie sich nach dem Auftritt verabschieden möchten, sind alle sehr geschockt. Aber Hanna sieht eine Lösung des Problems und macht einen überraschenden Vorschlag, wie die beiden doch noch hier bleiben könnten.